Kraków Travel Guide |Old Town, Kazimierz, Podgorzé

Kraków Travel Guide |Old Town, Kazimierz, Podgorzé

Hey ihr Lieben,
für mich ging es in die zweitgrößte Stadt Polens, nach Krakau – auf den ersten Blick ein sehr ungewöhnliches Reiseziel. Das sollte euch aber auf keinen Fall abschrecken, denn Krakau ist auf jeden Fall eine Reise wert. Ich bin mir sicher, dass es in Zukunft ein Trendziel werden wird.

Warum?

  1. Das Leben hier ist recht günstig. Pro Person zahlt man z.B. für ein Brunch und einen Latte Macchiato sechs Euro. Auch die Flüge sind sehr preiswert. Wir sind mit EasyJet mit Handgepäck für 55 € Return geflogen.

  2. Es ist anders.

  3. Krakau  ist eine der saubersten Städte, die ich je besucht habe. Das Auf-den-Boden-Werfen von Zigaretten wird z.B. mit einer Geldstrafe geahndet.

  4. Im Sommer wird es hier bis zu 35°C.

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Krakaus Altstadt ist reich an mittelalterlichen Bauten und Kirchen. Das Leben konzentriert sich hauptsächlich um den größten mittelalterlichen Marktplatz Europas, dem  Rynék Glówny. Unter dem Marktplatz befindet sich ein aufwendig gestaltetes Museum. Hier kann man auch die bekannten Tuchhallen besuchen. Am Marktplatz liegt die St. Marienkirche, welche aufgrund ihres prachtvollen Altars besonders berühmt ist. Die Nazis rissen sich den Altar während des 3. Reiches unter den Nagel. Nachdem er wieder aufgebaut und an seinen ursprünglichen Platz zurückgebracht wurde, wird der Altar täglich nur einmal für 15 min von einer Nonne geöffnet – ein Spektakel! Besonders empfehlen kann ich euch den Besuch eines klassisches Konzerts in einer Kirche. In jeder Kirche liegen Flyer, die über aktuelle Termine informieren. Wir besuchten um 20.00 ein Kammerorchesterkonzert mit verschiedenen Solisten für 15 € pro Person. Ich kenne mich mit klassischer Musik nicht so gut aus, aber die Stimmung und die Akustik waren unglaublich schön. An dieses Event werde ich mich auf jeden Fall immer wieder gerne erinnern. Der Beginn der Altstadt wird von der Burg Wawel gekennzeichnet. Der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall, denn der Innenhof und der Ausblick sind wirklich traumhaft schön.

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Unser Airbnb-Appartement lag direkt im Herzen von Kazimierz, dem jüdischen Viertel von Krakau. Zum Wohnen ist das die perfekte Gegend, denn besonders am Abend ist hier jede Bar gut besucht und auf den Straßen wimmelt es nur so von jungen Leuten. Eine richtige Barempfehlung kann ich euch nicht aussprechen. Ich glaube, in Kazimierz kommt jeder auf seine Kosten. Ob Hipster, hell und moderne oder dunkle und urige Bar – es kommt ganz darauf an, was ihr vorzieht. In vielen Bars gibt es am Abend auch Live-Musik.

Besonders in Erinnerung werde ich auch den Besuch zweier Synagogen behalten.
Ihr solltet auf jeden Fall den Plac Nowy besuchen, um ein traditionelles Zapiekanka, ein polnisches Pizza-Baguette, zu essen. Besonders hier im Zentrum tobt abends das Leben. Sehr süß sind auch die zwei kleinen Streetfoodmarkets. Hier solltet ihr UNBEDINGT die Chimney Cakes probieren. Ich bin immer noch im Foodheaven.

Das ehemalige Ghetto Krakaus „Podgorzé“ erlebt einen Aufschwung. Zu Zeiten der Nazis wurden die Juden gezwungen, in diesem Ghetto zu leben. Mit voranschreitender Kriegszeit wurden mehr und mehr ins nahegelegene Konzentrationslager Ausschwitz gebracht und ermordet. In Podgorzé zeugen noch heute viele Orte von dieser Zeit. Man kann z. B. einen Teil der Ghettomauer und Schindlers Fabrik besichtigen. Der Fabrikant Oskar Schindler rettete 1200 Juden das Leben, indem er eine Liste anfertigte mit Juden, die angeblich als Arbeiter für seine Fabrik unentbehrlich waren. Ich empfehle euch, rechtzeitig Karten zu besorgen, denn bei uns war um 13:00 Uhr schon das Tageskartenlimit verkauft. Abgesehen von diesen geschichtlichen Orten ist Podgorzé bis jetzt in meinen Augen noch nicht so sehenswert. Schön ist die Kirche und die kleine Seitenstraße „St. Joseph“ mit süßen Cafés und der gleichnamigen Kirche.

Während unseres Aufenthalts in Krakau hatten wir tolles Wetter, durchbrochen von zwei Regenschauern. Dem Regen konnten wir aber sehr gut in den Shoppingcentern Galeria Kazimierz und Galeria Krakowska entfliehen. Eine andere Möglichkeit wäre es, in eines der zahlreichen Touri-Guide-Fahrzeuge einzusteigen, welche gegen schlechtes Wetter geschützt sind.

Wenn ihr noch nie in Krakau wart, kann ich es euch nur wärmstens empfehlen. Auf geht’s!

Bis bald!

xMaj-Britt

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4 Kommentare

  1. Oktober 9, 2017 / 10:54 am

    Jetzt könnte ich einfach losheulen!
    Ich BIN polin aber seitdem ich hier in Deutschland wohne (seit meiner Kindheit) habe ich nur wenige Städte in polen gesehen. Nicht mal bis nach krakau bin ich gekommen ;(
    Und da postest du so schöne Bilder von so tolle Städe.
    Danke für die tollen Bilder und den tollen Post 😀

    schau gerne auf meinem BLOG vorbei und auf INSTAGRAM

    • Oktober 14, 2017 / 4:32 pm

      Oh Gott vielen vielen Dank Amely, ich freue mich immer so über deine lieben Kommentare! Ja, ich habe wirklich total Glück, so viel in der Welt rumzukommen und sehe das auch überhaupt nicht als selbstverständlich an.
      Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende!<3

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